
In ihrer 2022 bis 2024 entstandenen Tagebuchprosa verbindet Ilma Rakusa Politisches und Persönliches, Gegenwartsbetrachtungen und Reflexionen über Literatur, Natur und den Lebensalltag. Mit Erschütterung blickt sie auf die Krisenherde der Welt, insbesondere den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, prangert wortstark Ungerechtigkeit und Despotismus an, appelliert an Menschlichkeit und Verstand. Und feiert die Freundschaft, indem sie an lebende und verstorbene Kollegen wie Serhij Zhadan, Elke Erb oder Dževad Karahasan erinnert.
Sie blickt mit Schrecken und Erschütterung auf die Krisenherde der Welt, hadert, zweifelt und verzweifelt. Mit klarem Blick und scharfer Urteilskraft prangert sie wortstark Ungerechtigkeit und Despotismus an, appelliert an Menschlichkeit und Verstand, berichtet voller Empathie vom Alltag notleidender Menschen.
Ilma Rakusa schreibt ebenso luzide wie poetisch über die Gegenwart. Sie durchwandert aber auch voller Sanftmut, Wehmut und Wärme gedanklich Seit an Seit mit jahrelangen Weggefährten Zeit und Raum, erinnert gemeinsame Gespräche und memoriert Texte. Ilma Rakusa, geboren 1946 als Tochter einer Ungarin und eines Slowenen, studierte Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Sie lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin, Publizistin (NZZ, Die Zeit) und Universitätslehrbeauftragte in Zürich und Berlin. Trägerin des Berliner Literaturpreises (u.v.a.m.).
Ilma Rakusa (Prosa und Lyrik)
Martin Jankowski (Moderation)
Johann-Heinrich-Merck-Preis 2025: »Katharina Raabe betonte in ihrer Laudatio die Wahrnehmungsintensität der Preisträgerin, ihre Zugewandtheit zu anderen Menschen und ihre Anteilnahme an den Weltereignissen; Eigenschaften, die überhaupt erst durch ›unentwegtes Lesen und Schreiben‹ hervorgebracht werden.«
»Rakusa gehört keiner Schule an, doch ihre Formkraft und ihr ›seelendes Auge‹, ihre feine Anteilnahme, könnten Schule machen. Desgleichen ihre freie Art der Grenzüberschreitung. Rakusa wandert zwischen Sprachen, Gattungen und Kulturen.« (Marie Luise Knott, Tagtigall)
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.
Tickets zu 5,-/erm. 3,-€ nur an der Abendkasse im Maschinenhaus.
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